Bio-Urmutvollkornbrot

Darf es mal ein URMUT sein?

Ich helfe euch mal ein bisschen auf die Sprünge, denn Urmut ist vorab nichts weiter als ein Urgetreide, auch bekannt unter dem Namen "Kamut". Ganz richtig ist allerdings auch dieser Name nicht, denn ursprünglich nennt sich das Getreide "Khorasan-Weizen". Den Begriff "Kamut" haben sich Bauern aus den USA schon vor einiger Zeit schützen lassen, weshalb man das Getreide in Österreich auch nicht einfach "Kamut" nennen darf.

Doch auch wenn Urmut nun gleich Kamut, was genau ist es, dass das Urgetreide so speziell macht?
Diese Getreide waren eine der ersten Sorten, die für den herkömmlichen Ackerbau kultiviert wurden, darunter etwa auch Einkorn oder Dinkel.
Wie der Name "Ur" schon vermuten lässt, haben diese speziellen Sorten auch schon einige tausend Jahre auf dem Buckel. Da ist es keine Schande, wenn man als uralt bezeichnet wird. 😉
Genau das macht auch ihren Wert aus. Stolze 5,00 € für eine Packung sind dabei keine Seltenheit! Wer jetzt erstmal schluckt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Schon eine kleine Menge Mehl reicht oft aus, um den tollen Geschmack des Getreides zu entfalten! Urmutvollkornmehl beispielsweise, zeichnet sich durch eine enorm gelbe Farbe aus. Backt man also etwas mit Urmut, könnte man meinen, es seien mindestens 10 Eier im Teig verarbeitet worden. Doch nicht nur das, auch der Geschmack zeugt von Einzigartigkeit! Das Urmutvollkornmehl, weißt einen leicht süßen Geschmack auf, weshalb es sich auch perfekt mit etwas Honig kombinieren lässt. Das Gebäck bekommt durch das Mehl außerdem eine schöne feste Textur, ein toller Effekt, den man sich, etwa beim Backen von Brot, zunutze machen kann!

Wie einfach nun auch du dein perfektes Vollkornbrot zaubern kannst, sogar mit einem Urgetreide, erfährst du jetzt:

Ein Tipp vorweg: Verwende beim Backen mit Vollkornmehl immer lieber eine Bio-Variante. Konventionelles Getreide wird oft gespritzt, beim herkömmlichen Mehl nicht weiter tragisch, da das Korn ohnehin entfernt wird und nur der stärkehaltige Mehlkörper über bleibt. Beim Vollkornmehl allerdings bleibt das Korn ganz. Das enthält noch alle wertvollen Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, kann aber bei konventionellem Getreide auch noch Spritzrückstände vorweisen. Daher hier lieber erstmal bei der Bio-Variante bleiben!

Und das benötigst du für dein schnelles Vollkornbrot:

  • 250 g Bio-Weizenvollkornmehl
  • 250 g Bio-Urmutvollkornmehl (natürlich kannst du auch 500 g Weizenvollkornmehl nehmen oder mit einem anderen Vollkornmehl deiner Wahl, kombinieren)
  • 35 g Leinsamen ganz (oder Saaten oder Nüsse deiner Wahl)
  • 14 g Salz
  • 14 g Trockenhefe (das sind etwa 1½ bis 2 kleine Packungen)
  • 1 EL Honig
  • 1 Schuss Apfelessig
  • ca. 400 ml warmes Wasser

Und so funktioniert's:

Den Teig für etwa 10 Minuten in der Küchenmaschine kneten.
Wenn sich der Teig beginnt vom Rand der Küchenmaschine zu lösen, den Teig samt der Schüssel für etwa 30 Minuten, bei ca. 40 Grad Ober/Unterhitze im Backrohr gehen lassen.

In der Zwischenzeit eine Kastenform mit Backpapier auslegen oder gut einfetten, damit nichts kleben bleibt. Jetzt den Teig mit der Schüssel aus dem Rohr holen und direkt (ohne kneten) in die Form geben. Den Teig gleichmäßig in der Form verteilen. Den Teig mit etwas Wasser glatt streichen und nochmals für etwa 15 Minuten in der Form gehen lassen. In der Zwischenzeit das Backrohr auf etwa 160 Grad Umluft vorheizen. Das Brot anschließend für etwa 50 bis 60 Minuten backen.

Der Honig im Brot eignet sich super als Frühstücksvariante und gibt dem Brot, zusammen mit dem Apfelessig, ein leicht malziges Aroma. Außerdem ist auch der Leinsamen eine wahre Ballaststoffbombe, der den Darm schon morgens so richtig in Fahrt bringt! 😉

Bio-Urmutvollkornbrot

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

CAPTCHA *